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3 Wochen optimal als Marathonvorbereitung nutzen, aber wie?

Hallo zusammen!

Ich bin unter anderem hier, um mir Meinungen und Rat einzuholen.

Ich habe mich vor langer Zeit für den Marathon in Düsseldorf angemeldet. Dieser ist am 29.04.2018. Es wäre mein zweiter Marathon und ich selbst bezeichne mich als ambitionierter Hobbyläufer.

Um mich auf meinen intensiven Vorbereitungsplan vorzubereiten, habe ich eine gewisse Grundfitness erreicht. Im Dezember 2017 habe ich einen 10km-Lauf in knapp über 43 Minuten absolviert. Ab Januar ging dann mein intensiver Trainingsplan los mit Intervalltrainingseinheiten sowie längeren Läufen. Diese habe ich alle durchgezogen und habe auch zwei Läufe mit 26 bzw. 28 absolviert.
Leider kam dann Anfang Februar ein Ermüdungsbruch im rechten Mittelfuß dazwischen, so dass ich komplett auf Sport verzichten musste.

Seit einer Woche bin ich nun wieder im Lauftraining, da der Fuß endlich verheilt ist. Ich bin 2x 12km gelaufen, was mir erstaunlich gut gelungen ist. Gestern habe ich einen Lauf über 25km absolviert. Die Beinmuskulatur ist heute noch etwas müde (vermutlich aufgrund der vielen Höhenmeter), aber ansonsten geht es mir gut.

Wie würdet ihr noch die letzten 2,5 Woche als Vorbereitung nutzen? Ich weiß, dass es eigentlich nicht vernünftig ist den Marathon anzutreten, aber mein "falscher Ehrgeiz" treibt mich dazu. Ich habe mich angemeldet und will das jetzt durchziehen.

Meine Zielzeit habe ich hingegen verworfen. Mein neues Ziel ist das Ziel, egal in welcher Zeit.

Also, wie würdet ihr die letzten 2,5 Wochen angehen?

Vielen Dank für Eure Meinungen.
Tobias
 
Hallo Tobias, Willkommen hier bei uns im Forum!
Wie du selbst schon sagts, vernünftig ist eine Teilnahme sicher nicht!
Da du aber schon mal einen Marathon gelaufen bist, weißt du aber ja was auf dich zukommt.
Was hattest du den beim ersten Marathon für eine Zeit?
Die langen Läufe, welche man eigentlich kaum als solche bezeichnen kann, sind mit 3 natürlich extrem wenig. Es wird auf alle Fälle ziemlich hart hinten raus, egal in welchem Tempo du startest.
Ich würde an deiner Stelle Anfang nächste Woche einen möglichst langen Lauf machen und dann nächsten Sonntag vielleicht nochmal einen 20er. Aber das musst du nach Gefühl machen, du musst dich ja auch vor dem Marathon erholen.
Ansonsten würd ich nur ein paar lockere Läufe machen.
Mir perönlich wäre es aber auf alle Fälle zu gefährlich nach einem Ermüdungsbruch quasi ohne Training einen Marathon zu laufen. Die Gefahr dich wieder zu verletzten ist sicher extrem hoch!

Gruß Andi
 
Hallo Andi,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Meinen ersten Marathon habe ich mit 3:37 abgeschlossen.

Kommendes Wochenende habe ich mir eine Strecke von 34km herausgesucht, mit einem ähnlichen Höhenprofil wie der Marathon. Geplante Dauer dafür rund 3,5 Std. Darauf das Wochenende wollte ich auch nochmal so um die 20-22km laufen, so wie du es beschrieben hast.
Ich kann halt schlecht einschätzen was besser ist: mehr längere Läufe in der kurzen Zeit trainieren oder dem Körper mehr Erholung vor dem Lauf zu geben. Werde aber eine Woche vor dem Marathon keinen längeren Lauf (>10km mehr machen).

Neben den langen Läufen werde ich dann in den nächsten Tage je nach Gefühlslage weitere Läufe von 10-12 km einplanen.

Ich behaupte jetzt mal, dass ich mich so einschätze, dass ich gut auf die Zähne beißen kann. Die letzten KM eines Marathon sind mir durchaus bekannt und ich kann mir vorstellen, was dieses mal auf mich zukommen wird. Das wird sicher alles andere als angenehm, wird aber ein unbeschreibliches Gefühl sein, sofern ich im Ziel ankomme. Habe mir jedenfalls fest vorgenommen, den Marathon abzubrechen, wenn es halt nicht mehr gehen sollte. Aber ein Nichtantritt, so unvernünftig dieser auch ist, kommt nicht in Frage ;-)

Ich werde dann berichten wie es gelaufen ist.

Viele Grüße
Tobias
 
Ich bin einmal bei einem M gestartet wo ich eigentlich nicht hätte starten sollen - das war Edinburgh 2014, nachdem da schon alles gebucht war hab icx's halt trotzdem probiert, bin gut bis zur HM-Marke gekommen, dann im Wohlfühltempo bis km31 und den Rest gegangen :) - aber ins Ziel gekommen!
 
Allerdings hast du da schon eine ganze Menge Trainingskilometer und Marathons von den Jahren zuvor in den Beinen gehabt.
 
Kurzes Update:
Heute in der früh bin ich problemlos 34 km auf gerader Strecke in 3 Std. 16 Min. gelaufen. Klar, die Beine waren danach etwas schwer, aber das ist ja auch normal. Der Lauf heute macht mich optimistisch, dass ich auch die 42km in zwei Wochen schaffen kann :)
 
Ok, wenn das problemlos ging, sollten die 42 auch gehen. Dann würd ich jetzt keinen langen mehr laufen. Nächstes WE vielleicht noch mal 20-25km. Sonst würd ich schon mit der Regeneration beginnen. Alles nur noch lockere Läufe. Vielleicht nochmal Marathontempo testen über ein paar wenige km.
 
kurzes letztes Update:
letzte Woche habe ich noch einen Intervalllauf über 12 KM gemacht. Gestern war ich nochmal 25km mit 5 Min. pro km unterwegs. Diese Woche gibt es dann noch einen max. zwei gaaaanz ruhige Dauerläufe über 45 Minuten und Sonntag ist es dann soweit.
 
Hört sich jetzt für deine Trainingsverhältnisse eh ganz gut an. Bin schon gespannt wie es dir ergehen wird. Und hoffentlich ohne dem Mittelfußknochen wieder zu schaden.
 
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